Anti Bias – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung- Multiplikatorenausbildung

13. - 15. November 2013 im Schloß Trebnitz

Das Angebot richtet sich an Akteure aus dem Landkreis Märkisch Oderland, die mit Kindern und Jugendlichen, mit Zuwanderern oder anderen relevanten Zielgruppen im sozialen Bereich arbeiten.

Anti-Bias kann heute als einer der reichhaltigsten und innovativsten Ansätze antidiskriminierender Bildungsarbeit verstanden werden. Entwickelt wurde das Konzept Anfang der 1980er Jahre von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson-Philips in den USA für den Elementar- und Primarbereich. Was ist Anti-Bias? »Bias« bedeutet – wörtlich genommen – »Voreingenommenheit, Vorurteil«, aber auch: Diskriminierung. Anti-Bias bedeutet im positiven Sinne, diskriminierendes Verhalten zu verlernen und seinen Mitmenschen offen und positiv gegenübertreten zu können. Das Anti-Bias-Training macht emotional begreifbar, wie Diskriminierung funktioniert und regt dazu an, diese Mechanismen bewusst zu verlernen.

Ziel ist es, für verschiedene Formen der Diskriminierung zu sensibilisieren und diese aktiv abzubauen. Dabei gilt es, die oftmals unbewussten und sich gegenseitig bedingenden Voreingenommenheiten aufzuspüren – bei uns selbst, in der Gesellschaft und in dem Umfeld, in dem wir leben. Dies schließt sowohl die individuelle, als auch die strukturelle, institutionelle Ebene mit ein.

„Anti-Bias-Trainings sind erfahrungs- und prozessorientierte Seminare. Sie machen in einem Gruppenprozess emotional begreifbar, wie Diskriminierung auf der persönlichen, zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Ebene funktioniert. Darauf aufbauend werden nicht-diskriminierende Handlungsweisen für die eigene Arbeits- und Lebenssituation entwickelt" (Annette Kübler/Anita Reddy 2002, 89).

Die Anwendung und Multiplikation des Anti Bias Ansatzes fördert im Rahmen der Bildungsarbeit die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Der Anti Bias Ansatz ermöglicht mit seiner Anknüpfung an eigene Diskriminierungserfahrungen auch in scheinbar homogenen Gesellschaften die Sensibilisierung für Diskriminierungen aufgrund der (ethnischen) Herkunft zu fördern. Er ermöglicht insofern die Entwicklung interkultureller Kompetenz, da er auf eine Kultur der Anerkennung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Erfahrungen und Eigenschaften zielt.

 

1. Themenschwerpunkte

  • Kommunikation und Wahrnehmung
  • Auseinandersetzung mit Diskriminierung
  • Interventionsstrategien
  • Arbeit mit Pädagog/innen, Kindern und Jugendlichen
  • Praxistransfer

 

2. Methodik

  • Übungen
  • Selbsterfahrung
  • Vorträge, Präsentationen
  • Konzeptentwicklung

 

3. Ablauf/ Termine

Einführungsseminar und Sensibilisierung

Termin:13.11.2013 – 15.11.2013

Ort: Schloss Trebnitz

Kosten: Eigenanteil wird noch berechnet

Anmeldungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anti Bias in der Praxis von Jugend- und Sozialarbeit – weitere 3 einzelne Tage, Termine werden mit den TeilnehmerInnen abgesprochen

Begleitung eigener Angebote im Arbeitsfeld

Etablierung einer AG zu Vorurteilsbewusster Bildung / Umgang mit Vielfalt in MOL

 

4. Trainer/innen

  • Angela Fleischer-Wetzel ( vom Institut für konstruktive Konfliktbearbeitung (IKM) Hamburg zertifizierte Trainerin
  • NN

Bei Fragen zu den einzelnen Fortbildungen können Sie sich gerne an Kerstin Dickhoff (03346/2015871) wenden.

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