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Jugendparlament Strausberg
...wurde durch Minister Baaske ausgezeichnet

MOZ: Strausberg (MOZ) Seit fünf Jahren arbeitet Michelle Rother im Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Stadt Strausberg mit, seit 2013 ist sie dessen Chefin. Für die ehrenamtliche Arbeit gab es kürzlich eine Würdigung von Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport, Günter Baaske.

 

Sie sei überrascht gewesen, als sie den Brief in der Post hatte, erzählt die Schülerin des Oberstufenzentrums. Aber sie habe sich auch gefreut über die Einladung zum Ehrenamtsempfang des Ministers und die Anerkennung, fügt die 17-Jährige hinzu. Baaske hob die große Einsatzbereitschaft der jungen Strausbergerin hervor. Sie sei "ein zuverlässiger Partner und Mittler zwischen der Stadt und den Jugendlichen".

Von Anfang an ist Michelle Rother im Kinder- und Jugendparlament dabei, inzwischen die Vorsitzende. Alle zwei Wochen treffen sich die jungen Leute im Haus der Stadtverwaltung. Gesprochen werde über alle Themen, die interessieren. Vor allem gehe es um Standorte, wo sich Jugendliche einfach nur treffen könnten, berichtet sie. Spielplätze seien ja eher etwas für die Kleineren, existierende Jugendklubs oft "spezialisiert", Horte zum Beispiel "sehr politisch".

Das wichtigste Projekt, was das Gremium der Nachwuchspolitiker bislang verwirklicht hat, ist die Skateranlage in der Hegermühle, die im Juni 2015 in Betrieb ging. Dafür wurde eine sechsstellige Summe aus dem städtischen Haushalt erkämpft. Im Vorfeld waren Vertreter des KiJuPa bei etlichen Sitzungen der Ausschüsse dabei. In den letzten Monaten hatten sich die jungen Leute allerdings rarer gemacht, was auch daran lag, dass die betreuende Sozialarbeiterin aus der Verwaltung im Babyjahr war. Dadurch lastete mehr Arbeit auf Michelle Rothers Schultern - Vorbereitung der regelmäßigen KiJuPa-Sitzungen oder auch der Kinder- und Jugendkonferenzen. Der Letzten entsprang zum Beispiel die unlängst eröffnete legale Graffiti-Wand in Hegermühle. "Es macht total viel Spaß - gerade wenn Projekte erfolgreich beendet werden", findet die Schülerin. Allein die Sitzungen dauerten aber auch anderthalb bis zwei Stunden. Womöglich sei deshalb manches Mitglied nur auf dem Papier zu finden. "Aber die, die kommen, kommen regelmäßig", stellt sie klar.

Rund ein Dutzend junge Damen und Herren arbeiten derzeit in der Interessenvertretung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit. Treff ist alle zwei Wochen donnerstags um 16 Uhr im Verwaltungsgebäude. Es könnten gern weitere Mitstreiter dazustoßen, sagt Michelle Rother. Gerade Jüngere, denn Grundschulen seien kaum vertreten und die jetzige Runde überwiegend im mittleren Alter. Mitmachen ist ab dritte Klasse möglich bis zum Alter von 27. Örtlich seien die Vorstadt und der Stadtbereich mit dem Fontane-Gymnasium gut vertreten, die Anne-Frank-Schule bei Konferenzen meist zahlreich dabei, berichtet die angehende Abiturientin, die später studieren will. Sie sei für vieles offen, könne sich Philosophie oder Politikwissenschaften vorstellen. "Deswegen habe ich ja dieses Hobby."

In nächster Zeit wolle ihre Truppe die Internet- und Facebook-Seiten aktualisieren und sie selbst eine Jugendleiterkarte erwerben, um allein Gruppen führen zu können, so sie 17-Jährige. Überdies seien Spielplätze immer wieder Thema. "Und ein Kino wäre schön."

Neben Michelle Rother waren aus Märkisch-Oderland noch der Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen-Eggersdorf, Bernd Brauner, sowie Gisela Ziehm aus Bad Freienwalde für ihren Deutschunterricht für fremdsprachige Kinder in Potsdam geehrt worden.