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„Lesbos live - Flüchten, wo Andere Urlaub machen“

Fotovortrag und Diskussion: Aktivist_innen berichten über aktuelle Situation von Flüchtlingen in Griechenland und auf der Balkanroute am 11.02.2016, 19:00 Uhr, SOWI-Strausberg.

 

500.000 Menschen sind im Jahr 2015 auf ihrer Flucht nach Europa über die griechische Insel Lesbos gekommen. Alle müssen dort zuerst ein als “Hot-Spot” bezeichnetes Registrierungszentrum durchlaufen, bevor manche von Ihnen die Insel in Richtung Festland verlassen dürfen – das bedeutet teilweise wochenlange Wartezeiten unter freiem Himmel. Doch auch abseits des “Hot-Spots” können Staat und NGOs humanitäre Standards nicht gewährleisten.
Ob “Hot-Spot”, Frontex-Einsatz oder qualitative Selektierung der Migrant_innen nach Nationalität:
Alle im Zentrum Europas beschlossenen Maßnahmen zur Abschreckung und Abwehr von fliehenden Menschen sind auf Lesbos direkt - und für fliehende Menschen lebensbedrohlich - spürbar!
Seit Mitte November kochen deshalb Aktivist_innen der NoBorder-Kitchen auf Lesbos gemeinsam mit Geflüchteten und stellen damit täglich für eine große Zahl an Menschen auf der Flucht eine warme Mahlzeit bereit.
Ende Dezember, Anfang Januar waren einige Menschen auf Lesbos und in Idomeni, an der griechisch- mazedonischen Grenze, u.a. um die mobile Küche zu unterstützen, und haben dabei sehr viel mehr gemacht, als nur zu kochen.
Mit dieser Veranstaltung möchten sie einen Eindruck von der Zeit in Griechenland und auf der Balkanroute geben – und zeigen, warum diese als politisch zu verstehen ist!
Gleichzeitig wird es Tipps für Menschen geben, die ebenfalls daran interessiert sind, Refugees auf der Fluchtroute zu unterstützen – sei es auf Lesbos, Samos, Idomeni oder in Mazedonien!
Denn so wie es ist, kann es nicht bleiben!


* SOWI – Strausberg, Hohensteiner Chaussee / Ecke Arthur-Becker-Str. (Nr. 14)
(über Bäckerei Hennig)
Eintritt frei, Räumlichkeiten sind barrierefrei
Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.